Atem / Rockaby

(Samuel Beckett, 1995, projekttheater dresden)

Mit: Monga, Michael von Oppen, Suher Saleh

Regie und Raum: Sascha Bunge

Foto: Jane Brown



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Samuel Beckett

MIT BECKETT LEBEN.

Becketts Stücke haben die Eigenart von Panzerwagen und Idioten – man kann sie beschießen, man kann sie mit Cremetorten bewerfen: sie setzen ihren Weg gelassen fort. Von anderen erstaunlichen Vorzügen abgesehen sind sie immun gegen Kritiker. Beckett verärgert Leute stets durch seine Ehrlichkeit. Er fabriziert Objekte. Er führt sie uns vor. Was er uns vorführt, ist furchtbar. Weil es furchtbar ist, ist es auch komisch. Er zeigt, es gibt keinen Ausweg, und das ist natürlich irritierend, weil es tatsächlich keinen Ausweg gibt … Sobald nur ein Stück von Beckett aufgeführt wird, geht das Stöhnen an, sie seien allesamt so negativ. Das ist das Wort, das man am häufigsten hört, und das ist der Ausdruck, dem ich nachgehen möchte, denn mir erscheinen Becketts Stücke als die positivsten, die wir haben.

Peter Brooks, Mit Beckett leben